Beiträge von Boris

    Hallo Nathalie,


    diese seltenen Stelzen mit "fehlendem" Pickel waren nicht besonders auffällig, was das Material angeht.

    Sie hatten keine Goldglitter, keine hellen Pünktchen und sie waren auch nicht sonderlich transparent oder "Diorama-braun".

    Das sind alles Varianten, die ich bisher nur bei den "normalen" Stelzen finden konnte.


    Die Stelzen mit "fehlendem Pickel" würde ich ansonsten den heller braunen Varianten zuordnen.


    Viele Grüße von

    Boris

    Vielen Dank für das Lob. :-)


    @Nathalie:

    Ich bin nicht sicher, ob ich Deine Frage verstanden habe.

    Da ich diese Stelzen (mit den "fehlenden" Pickel) bisher nur 1x gesehen habe, weiß ich gar nicht, ob es die in verschiedenen Materialien gibt.

    Mit Materialien meinst Du vermutlich die unterschiedlichen Kunststoff-Mischungen, die bei den Stelzen verwendet wurden (hellbraun, dunkelbraun,

    transparent-braun, mit Goldglitter, mit hellen Pünktchen im Material und was es vielleicht sonst noch gibt).


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo Michael,


    zunächst freue ich mich sehr, dass Du Dich hier mit so einem langen und interessanten Beitrag meldest.

    Willkommen daheim. ;-)


    Dein Lob freut mich auch sehr, weil es von Dir kommt und damit für mich eine hohe Wertigkeit hat. Für mich war dieses Interview ja völliges Neuland

    und ich war nicht so sicher, ob das gut geht.


    Das was Du jetzt geschrieben hast, sehe ich sehr ähnlich, obwohl mir der Einblick in die Facebook-Szene weitgehend fehlt. Es ist einfach nicht meine Plattform, weil ich sie als ziemlich oberflächlich und kurzlebig erlebt habe. Das ist irgendwie nicht so mein Ding dort.

    Aber ich kenne den einen oder anderen Sammler aus dieser Szene persönlich und erlebe sie im persönlichen Austausch und in der realen Begegnung durchaus als sehr engagiert und nett. Also in der realen Welt kann ich mit diesen Sammlern sehr gut auskommen. Ich bin immer wieder überrascht wie unkompliziert sie an manche Themen rangehen und wie zielstrebig und findig sie dann doch sein können, um an die gesuchten Sammelstücke ranzukommen.
    Da kann man sich durchaus etwas abschauen. Zuweilen habe ich auch den Eindruck, dass unter diesen "jungen" Sammlern etliche Wertanlage-Sammler sind, die ziemlich gezielt unter spekulativen Gesichtspunkten Einkaufen und Verkaufen. Diese Szene scheint mir an sich doch recht lebendig zu sein.


    In anderen Sammelgebieten (also andere Sachen als dem Ü-Ei) scheint es mir auch völlig identische Entwicklungen zu geben. Auch dort läuft viel über

    Facebook und die traditionellen Foren (wenn es sie noch gibt) sind fast nur noch von der älteren Sammlern besucht.


    Nur auf Ebay scheinen mir alle doch mehr oder weniger gemeinsam vertreten zu sein.

    Und da sehe ich einen Unterschied, was den Informationsstand angeht. Dort zahlen die jüngeren Sammler zum Teil wieder heftig Lehrgeld, weil

    sie ungenügend informiert sind. Das sehe ich nicht einmal so sehr im Ü-Ei-Bereich, aber durchaus in in anderen Sammelgebieten dort.


    Man selber kennt die Fälschungsanbieter und ihre Verkaufsnamen dort seit Jahrzehnten ... und ignoriert sie einfach. Aber die verdienen dort heute

    besser als vor 10 oder 15 Jahren. Früher haben sie ihre Fälschungen noch mit unscharfen Fotos verkauft, damit man nicht gleich alles erkannt hat. Heute

    fotografieren sie super scharf jedes Detail, so dass man mit einem Fachbuch sofort die Fälschung erkennt. Aber viele junge Sammler verzichten

    auf die (teure) Fachliteratur und glauben scheinbar, das jeder, der scharfe Bilder macht, als Händler angemeldet ist oder das Wort "Original" benutzt, nichts zu verbergen hat.

    Diese Naivität finde ich absolut erstaunlich, weil die Existenz von Fälschungen in den meisten Sammelgebieten ja doch bekannt sein dürfte.

    Also da finde ich, dass die Facebook-Generation wirklich Nachholbedarf hat. Ich habe manchmal den Eindruck, dass sie nicht recht wissen, wo sie

    nach geeignete Informationen suchen können oder das es ihnen einfach zu mühsam ist. Am (teuren) Fachbuch kann es eigentlich nicht liegen, weil sie das Geld durchaus an anderer Stelle großzügig raushauen.

    Es fehlt eher das Bewusstein dafür, dass man sich zum leichten Opfer macht, wenn man schlecht oder einseitig informiert durchs Sammlerleben geht.

    Es sei denn, dass man Dinge sammelt, die sonst keiner sammelt.


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo zusammen,


    Patrick hat in letzter Zeit häufiger mal nach Infos zu Rohlingen gefragt.

    Ich habe gerade eine Figur vorliegen, an der man ganz gut erklären kann, auf was man achten sollte.


    Es handelt sich um einen gefälschten Rohling vom Mogli mit Banane. Die Fälschung ist an sich recht offensichtlich, weil noch eine ganze Menge gelbe Farbe an der Banane vorhanden ist.

    Scheinbar ist diese nicht ganz so leicht zu entfernen.

    Wenn ich mir einen Rohling anschaue, dann nehme ich auch immer die bemalte Figur zur Hand. Einfach um mir bewusst zu machen, wo ich überhaupt überall nach Farbresten suchen muss.

    Im Falle des Moglis, muss ein Fälscher gar nicht so viel Farbe entfernen. Das erklärt vielleicht auch, warum dieser Rohling gar nicht so selten angeboten wird.

    Mogli mit Banane, gefälschter Rohling (1).JPG


    Betrachtet man den Rohling nun genauer, sieht man sofort die gelben Farbreste an der Banane. Das dürfte sicherlich jeder schnell erkennen. Insofern ist dies eine schlecht gemachte Rohlingsfälschung. Aber nehmen wir mal an, dass man sich auch mehr Mühe geben kann und die Farbe restlos von der Banane entfernt. Gibt es dann trotzdem weitere Hinweise auf eine Fälschung?

    Mogli mit Banane, gefälschter Rohling (2).JPG


    Ja, gibt es. Auf der Stirn findet sich ein ganz kleiner gelber Farbpunkt, den man schnell übersehen kann. Möglicherweise hat der Bemaler der Figur da seinerzeit mit der Farbe etwas gespritzt, als

    er die Banane bemalte. Findet man also auf einem Rohling minimalste Farbreste und dann auch noch in einer Farbe, die bei der bemalten Figur auch vorkommt, dann ist das ein deutlicher Hinweis auf eine Fälschung.

    Mogli mit Banane, gefälschter Rohling (3a).jpg


    Aber es gibt noch mehr Hinweise. Auf der Rückseite der Figur sieht man in den vertieften Stellen am Kopf dunkle Farbreste. Da die Haare dort normalerweise braun bemalt sind,

    deutet das auf Farbreste hin und nicht aus Schmutz. Außerdem erkennt man helle Schleier, die auf dem Bild aber nicht so gut rüberkommen. Das passiert, wenn für das Entfernen der

    Farbe ein Lösemittel genutzt wird, dass auch den Kunststoff etwas anlöst. Trübe Schleier auf Rohlingen sind also auch ein ganz schlechtes Zeichen.

    Mogli mit Banane, gefälschter Rohling (4a).jpg


    Ein weiterer Hinweis auf den Einsatz von Lösemitteln, die den Kunststoff angegriffen haben, findet man auf der Bodenplatte. Diese sieht aus, als habe sie viele kleine Risse auf der Oberfläche. Es sieht ein wenig netzförmig aus. Wenn man genau hinschaut erkennt man, dass die Füße diese kleinen Risse nicht haben. Diese waren aber auch nicht bemalt. Die Risse treten also nur dort auf, wo auch Farbe entfernt wurde. Findet man also an einem Rohling solche feinen Risse, die eine Beschädigung darstellen, so kann man davon ausgehen, dass man es mit einer Fälschung zu tun hat.

    Mogli mit Banane, gefälschter Rohling (5a).jpg



    Dieser Beitrag ist sicherlich insbesondere etwas für Patrick. Aber vielleicht ist er auch für andere interessant.


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo zusammen,


    diese Woche lag mir ein Stelzenpaar zur Prüfung vor.

    Bei der Prüfung habe ich überrascht festgestellt, dass es sich um eine interessante Variante handelt.


    Zum besseren Verständnis möchte ich aber zunächst die "normalen" Varianten der Stelzen zeigen, die vieleicht auch

    nicht jeder so parat hat.

    In der Gussform für die Stelzen muss es zwei Stelzenpaare gegeben haben. Die beiden Stelzen eines Paares hingen jeweils an einem kleinen Steg zusammen.

    Das sah dann so aus:

    ORIGINALE STELZEN AM STEG.JPG


    Die Stelzenpaare lagen damals auch so am Steg im Ü-Ei. Und davon gibt es eben zwei verschiedene Paare bzw. es gibt insgesamt 4 verschiedene Stelzen.

    Um die Paare auseinanderhalten zu können, schaut man sich die "Wülste" oder "Pickel" auf den Stelzen an, die bei den

    beiden Paaren unterschiedlich aussehen. Meist beschränkt man sich dabei auf die Stelle an den Fußstützen.


    Die beiden Stelzenpaare bezeichnet man als Original A (O-A) und Original B (O-B). Unten habe ich die beiden Paare abgebildet.

    Man kann ganz gut erkennen, dass die "Wülste" recht unterschiedlich aussehen. Die Vertiefungen neben dem Gussabdruck auf der Fußstütze können übrigens

    sehr unterschiedlich aussehen, da es eigentlich kleine Gussfehler sind, die jedesmal etwas anders aussehen. Sie können sogar ganz fehlen. Ich habe daher noch ein Bild

    angehängt, dass 3 x die linke Stelze vom Original B zeigt. Die Vertiefung wird von links nach rechts immer kleiner.


    NEU STELZEN O-A 2.JPGNEU STELZEN O-B 2.JPG  originale Stelzen Vertiefungen auf Fußstütze.JPG


    Kommen wir nun zu den Stelzen, die ich prüfen sollte. Eine der Stelzen ist leider zerbrochen.

    Stelzen ori B, frühe Gussform V1B1.jpg



    Es handelt sich um originale Stelzen B (O-B).

    Bei genauer Betrachtung fiel mir dann aber auf, dass auf beiden Stelzen ein "Pickel" fehlt.

    Dazu habe ich 2 Bilder gemacht, auf denen ich die "normale" Variante und die neue Variante direkt vergleiche.

    Stelzen ori B, frühe Gussform V2B1.jpg  Stelzen ori B, frühe Gussform V3B1.jpg



    Nach meiner Interpretation handelt es sich hier um Stelzen vom Typ O-B aus einer ganz frühen Produktionsphase.

    Erst danach scheint dieser zusätzliche "Pickel" in die Form eingearbeitet worden zu sein. Aus welchem Grund das

    geschah, ist mir leider nicht bekannt. Ob das nur aus optischen Gründen passiert ist oder ob dieser zusätzliche "Pickel"

    vielleicht auch einen praktischen Nutzen hatte, ist mir nicht bekannt.


    Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, so habe ich mich doch sehr über diese Entdeckung gefreut. :-)


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo Patrick,


    eine Lupe ist ziemlich wichtig, wenn es um Rohlinge geht.


    Auf einem Bild fallen mir sofort unsaubere Stellen auf, die man genauer anschauen sollte.

    Eventuell ist es nur Schmutz. Vielleicht sind es aber auch Farbreste.

    Ich habe die Stellen mit Pfeilen markiert.


    Zum einen ist direkt an der Naht am Schuh etwas ausgeprägt Dunkles zu sehen.

    Und zum anderen ist im Abriss vom Schwanz etwas kleines Dunkles zu erkennen.

    Der Abriss ist meist ziemlich rau. Wenn beim Bemalen von Figuren über den Abriss gemalt wird, zieht

    die Farbe dort oft weit ins Material rein.


    Versucht ein Fälscher (oder eine Fälscherin ;-)) nun die Farbe wieder zu entfernen, dann

    ist es scheinbar oft nicht so einfach die Farbe restlos aus dem rauen Abriss zu entfernen.


    Wenn man also Farbreste im Abriss findet, ist der Rohling ganz sicher gefälscht. Oft wird der Abriss daher

    mit einem spitzen Messer ausgekratzt, um die verräterischen Farbreste zu entfernen. Aber ein zerkratzter Abriss

    ist genauso ein ziemlich eindeutiges Hinweis auf eine Fälschung.


    Dribbel Drago 1.jpg



    Viele Grüße von

    Boris

    Halo Patrick,


    könntest Du auch Bilder bei normaler Beleuchtung einstellen. Das ist bei Rohlingen auch immer von Interesse.

    Die hellen Stellen im U-Licht können viele Gründe haben. Bestoßungen, Überdehnungen, die Homogenität der Plastikmasse (also

    wie gleichmäßig der Kunststoff bei der Herstellung vermischt war), die Abkühlung des Kunststoffes nach dem Spritzen usw.

    Insofern liefern diese hellen Stellen für mich erstmal keine Hinweise.


    Interessanter ist es, die Figur mit einer Lupe abzusuchen. Bei einem gefälschten Rohling findet man eventuell Farbrückstände der Bemalung.

    Oder man findet mechanischen Beschädigungen (verkratzte Stellen), an denen Farbe abgekratzt wurde. Meist in Vertiefungen, Falten, Löchern usw.


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo,


    der Hinweis von Werner ist auch sehr gewichtig.


    Ich habe jetzt mal mehrere originale Aufkleber von den Hantel-Gewichten fotografiert.

    Diese Trägerfolie ist deutlich dicker. Je nach Erhaltung haften auch dort mehr oder weniger viele Haare an den Aufklebern.

    Daher scheinen mir diese Haare keine allzu große Aussagekraft zu haben, bei der Beurteilung von Original oder Fälschung.


    Auch sind diese Aufkleber z.T. recht schief beschnitten. Und es gibt eine ganze Menge Varianten was Größe, und Druckbild angeht.


    Aber sie haben alle eine bedruckte Fläche rund um den eigentlichen Aufkleber.


    Viele Grüße von

    Boris


    DSC00627.JPG


    DSC00628.JPG

    Hallo,


    muss ja nicht alles stimmen, was auf dem Stempel steht.

    Ist das Feld mit dem Stempel in den Sockel geklebt?

    Man sieht eine Gussnaht im Sockel, die aber nicht durch das Feld mit dem Stempel läuft. Also so, als ob das Feld nachträglich über die Naht geklebt wurde.


    Insgesamt sieht die Figur wie ein Abguss aus. Sie hat schwache Konturen und der der Schriftzug "Lone Wolf" ist auch nicht gut erkennbar.


    Aber ansonsten sehe ich die zum ersten Mal.



    Vilee Grüße von

    Boris

    Hallo,


    diese Folie wird hin- und wieder mal angeboten.

    Sie war auch schon vor Jahren immer mal wieder Thema in Foren.

    Über die Herkunft und Originalität kann ich nur spekulieren.


    Es gibt auf jeden Fall beide Aufkleber-Varianten (mit Menschen und mit den Bill Bodys) auf dieser Trägerfolie.

    Bisher habe ich 2 Trägerfolien-Varianten dazu gesehen. Die eine hat nur an einer langen Seite Perforationsabrisse (so wie die oben verlinkte).

    Und die andere hat an einer langen und einer kurzen Seite diese Abrisse (siehe großes Bild unten).

    Ich habe auch noch ein kleines Bild angehängt, der noch mal dasselbe Modell, wie aus der Auktion zeigt.


    Zuweilen sieht man Stücke, bei denen die anderen Seiten (also die ohne Perforation) ziemlich schief beschnitten sind. Das finde ich etwas seltsam.

    Seltsam ist auch, dass sich der Aufkleber oft nicht zentriert in der Mitte befindet, sondern mal weiter oben oder weiter unten. Oder das der Aufkleber

    zuweilen auch etwas schief auf der Folie sitzt. Das sind alles so Hinweise, die mich eher an eine Bastelarbeit denken lassen, als als an eine professionelle

    Herstellung in einer Druckerei.

    Aber dennoch weiß ich nicht wirklich, ob es sich um Fälschungen oder Originale handelt.



    Anbei ein Bild von der Bill Body Variante.Fernsehaufkleber Vari 1.JPG

    Fernsehaufkleber Vari 2.JPG



    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo Nathalie,


    vielen Dank für den Hinweis zu den beiden vorkommenden Varianten. Ich war mir beim sitzenden Äffchen nicht ganz sicher, ob es den auch mit der serienlila Bemalung gibt.


    @ Harald

    Ich fürchte, dass Lionel da nicht auf eine Fälschung, sondern auf ein tolles Schnäppchen aufmerksam machen wollte. ;-)


    David

    Danach womit ich die Bilder mache, wurde ich schon öfter gefragt. :-)

    Ich habe eigentlich nicht viel Ahnung von Fotografie und habe daher nach einer Kamera gesucht, mit der man auch als Laie von kleinen Dingen schöne Bilder hinbekommt. Nach einigem Suchen fiel meine Wahl dann auf eine Digitalkamera von Sony, die "Sony DSC-RX100". Damit bin ich sehr zufrieden und die positive Resonanz zeigt mir immer wieder, dass die Wahl ganz gut war. :-)


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo zusammen,


    kürzlich wurden mir das sitzende Äffchen Kiki und die Affenmutter Chon Chon in der seltenen Variante

    als Vorserienbemalung mit der Bitte um eine Originalitätsprüfung vorgelegt.


    Das Ergebnis möchte ich auch hier veröffentlichten, da es sich doch um recht gute Fälschungen handelte,

    die wenig bekannt sind. Beide Figuren zeigten in mehreren Punkten Abweichungen von bekannten Originalen.

    Die offensichtlichsten Fehler beschreibe ich, damit man weiß, worauf man achten sollte.


    Grundsätzlich ist es so, dass man ja leicht eine normale Serienfigur so bemalen kann, dass sie aussieht, wie eine

    seltene Vorserienbemalung. Und genau das wurde hier gemacht.


    Betrachten wir zunächst das sitzende Äffchen Kiki.

    Ich habe zum Vergleich die Vorserienbemalung (links im Bild) und die Serienbemalung (rechts im Bild) mit abgebildet.

    Beschriftet, Affe sitzend Vorserienbemalung Fälschung 1.jpgBeschriftet, Affe sitzend Vorserienbemalung Fälschung 2.jpgBeschriftet, Affe sitzend Vorserienbemalung Fälschung 3.jpg


    Betrachtet man nun die gefälschte Figur, so sieht man, dass als Grundlage eine Serienfigur genommen wurde, der dann zusätzlich

    der Mund, die Nase, Hände und Füße sowie der Schwanz zusätzlich bamalt wurden. Damit die neue Bemalung der Hände und Füße

    nicht auffällt, wurde auch die originale Bemalung von Bauch und Wangen übermalt. So weist die Bemalung an all diesen Stellen

    denselben Farbton auf.


    Bei genauerer Betrachtung sieht man aber, dass die gefälschte Bemalung der Nasenspitze einen anderen Farbton hat, als die Augenbrauen.

    Das ist ein deutliches Indiz, das auf eine Fälschung hinweist. Augenbrauen und Nasenspitze haben an originalen Figuren dieselbe Farbe.

    Das die Augenbrauen-Bemalung an meiner originalen Figur deutlich dunkler ausfällt fällt natürlich auch auf. Aber es könnte auch originale Figuren

    geben, bei der die Augenbrauen-Bemalung eher so hell ist, wie bei der Serienfigur. Daher wäre eine helle Augenbrauen-Bemalung alleine für mich

    noch kein Hinweis auf eine Fälschung.

    Beschriftet, Affe sitzend Vorserienbemalung Fälschung 4.jpg


    Betrachtet man nun noch die Wangen und den Bauch, so sieht man dort eindeutig, dass eine Übermalung vorliegt.

    Auch dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine gefälschte Bemalung.

    Beschriftet, Affe sitzend Vorserienbemalung Fälschung 5.jpgBeschriftet, Affe sitzend Vorserienbemalung Fälschung 7.jpg



    Schauen wir uns nun das die Affenmutter Chon Chon an.

    Das mir vorliegende Original (links im Bild) ist leider nicht mehr die schönste Figur, aber als Vergleich noch gut zu gebrauchen.

    Beschriftet, Affenmutter Vorserienbemalung Fälschung 1.jpgBeschriftet, Affenmutter Vorserienbemalung Fälschung 2.jpg


    Auch hier wurde für die Fälschung eine Serienfigur genommen, deren Bemalung dann erweitert wurde.

    Auch hier wurde die originale Bemalung von Bauch und Wangen übermalt. Insgesamt trägt die ganze Ausführung dieselbe

    Handschrift, wie sie auch beim sitzenden Äffchen Kiki zu finden ist. Beide Figuren stammen mit großer Wahrscheinlichkeit aus derselben Fälscherwerkstatt.



    Die Nasenspitze ist bei dieser Figur sogar in zwei Farben bemalt, von denen beide nicht zur Bemalung der Augenbrauen passen. Das ist keine Testbemalung,

    sondern ein klarer Hinweis auf eine gefälschte Bemalung.

    Das die Augenbrauen-Bemalung (bzw. Nasenspitzenbemalung) an meiner originalen Figur deutlich dunkler ausfällt fällt natürlich auch auf.

    Aber ich kenne hier Figuren in Vorserienbemalung, die ich für Original halte, bei der die Augenbrauen-Bemalung eher so hell sind, wie bei der Serienfigur.

    Daher wäre eine helle Augenbrauen-Bemalung alleine für mich noch kein Hinweis auf eine Fälschung.


    Betrachtet man die Wangen der gefälschten Figur, so kann man hier auch Hinweise für eine Übermalung entdecken.

    Beschriftet, Affenmutter Vorserienbemalung Fälschung 3.jpgBeschriftet, Affenmutter Vorserienbemalung Fälschung 5.jpg


    Aus meiner Sicht sind die beiden mir zur Prüfung vorgelegten Figuren wertlose Fälschungen.

    Ich hoffe, dass dieser Beitrag dazu beiträgt, dass niemand auf solche Fälschungen hereinfällt.


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo Wolfgang,


    der Verkäufer ist sehr seriös und kennt sich sehr gut aus.

    Wenn Du da einen Eierläufer kaufst, dann bekommst Du einen, an dem alles Original ist.

    Insofern ist der derzeit erzielte Preis völlig ok.


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo,


    das ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil es im Ü-Ei eventuell mehrere Varianten gab.


    Nach meinen Funden zu urteilen, war die Eule ohne Loch und mit der Kennung "Hong Hong" ganz sicher im Ü-ei.


    Für die Eule mit Loch und der Kennung "H.K." und für die Eule mit Loch aber ohne Kennung ist die Ü-Ei-Herkunft nicht ganz so sicher.


    Allerdings hat es alle 3 Varianten ganz sicher auch im Handel gegeben.


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo,

    es gibt einen wichtigen Grundsatz, den ich mal von Sammlern von Orden gelernt habe. Auch dort sind Fälschungen allgegenwärtig.

    Die sagen immer: "Glaube nie der Geschichte, die Dir zum Stück erzählt wird. Glaube nur, was das Stück (hier z.B. die Stelzen) Dir erzählt."


    Hätte man man z.B. die Stelzen mal unter die Lupe genommen, wäre einem sofort aufgefallen, dass die Abrisspunkte an der falschen Seite liegen.

    Im Katalog ist diese Fälschung unter Fälschung B aufgeführt.


    Hier mal ein Bild aus dem Film, das ich aufgehellt habe.


    Bares für Rares Stelzi.JPG


    Viele Grüße von

    Boris

    Hallo zusammen,


    mich hat privat eine Email erreicht, die einige kritische Anmerkungen zum obigen Bericht über den Simba enthält.

    Daher möchte ich den Bericht noch einmal etwas erläutern.


    Es ging mir darum, einen Simba zu zeigen, den man eindeutig dem Ü-Ei zuordnen kann. Speziell den Simba, der

    zur Spielwelt gehört und bei dem der Spielwelt-Beipackzettel im Ü-Ei dabei war.


    Darüber hinaus gibt es eine Menge weiterer Simbas, die auch im Ü-Ei gewesen sein könnten, wobei die Stücke mit

    der Kennung "Hong Kong" am Bein dafür am ehesten infrage kommen. Nur habe ich dazu keine Erkenntnisse.

    Mir ging es also nicht darum, den obigen Simba als das alleinige Original hinzustellen und alle anderen als Nicht-Original.

    Aber bisher war es eher so, dass man gar keinen der vielen Simba-Varianten sicher dem Ü-Ei zuordnen konnte. Jetzt

    kann man wenigstens einen zuordnen.


    Auf dem Bastelbogen zur Spielwelt Westernland sind der Simba und auch der Jumbo abgebildet. Insbesondere beim

    Jumbo fällt sofort auf, dass er dunkler grau aussieht, als das Stück, das man für einen Ü-Ei-Inhalt hält. Aber auch der Simba

    sieht etwas dunkler aus. Man könnte aufgrund des Bastelbogens also davon ausgehen, das es weitere Varianten vom Simba

    im Ü-Ei gab.

    Allerdings sind auf dem Bastelbogen auch andere Figuren in Farben abgebildet, die bisher so nicht aufgetaucht sind. Daher

    sind die "Prototypen" auf dem Bastelbogen immer mit einer gewissen Vorsicht zu interpretieren.


    Viele Grüße von

    Boris

    Bei Bares für Rares wurde ein Satz Olympiade der Schlümpfe verkauft.


    Die Stelzen sind eindeutig gefälscht. Beim Ei und dem Seil bin ich ziemlich sicher, dass es auch gefälschtes Zubehör ist. Für den Löffel habe ich wenig Hoffnung.

    Nur die Negerkusshälfte sieht original aus.

    Mich würde interessieren, ob der Käufer in so einem Fall versichert ist. Er hat sich ja auf eine Expertise verlassen, die nicht korrekt war.



    Viele Grüße von

    Boris