Die Weltraum-Androiden Epsylon, Perses und Owana - eine Übersicht

  • Die Weltraum-Androiden Epsylon, Perses und Owana (Teil 1)


    In diesem Bericht möchte ich genauer die verschiedenen Form- und Farbvarianten der 3 Androiden Epsylon, Perses und Owana vorstellen.

    Im Teil 1 geht es um Perses und Owana. Im Teil 2 wird Epsylon genauer betrachtet.

    Die 3 Figuren wurden um 1980/81 von Ferrero für die Spielwelt "Abenteuer im Weltraum" genutzt.

    Die Figuren waren aber auch ein bis zwei Jahre vorher schon im Ü-Ei zu finden.


    Die Varianten von Perses:

    Perses hat einen zweiteiligen Körper. Wobei der Unterkörper identisch ist mit dem Unterkörper vom Owana.

    Die Figur hat eine bewegliches Visier, das auch abnehmbar ist.

    Die Arme und Beine sind Metallgelenke, die mit aufgesteckten Kunststoff-Händen bzw. Beinen kombiniert sind.

    Auch diese sind identisch mit den Armen und Beinen von Owana.

    Die Körperteile (Oberkörper, Unterkörper, Hände und Beine) kommen in den Farben blau, rot, schwarz (selten), weiß (selten) und grün (extrem selten) vor.


    Von allen Kunststoffteilen des Perses existieren 2 Form-Varianten.

    Die Gussform wurde offensichtlich mindestens einmal überarbeitet, so dass man kleine Unterschiede finden kann.

    Betrachtet man dazu die bekannten Farben, so kann man recht genau ältere und neuere Auflagen vom Perses identifizieren.


    Ich möchte daher zunächst zeigen, welche Formvarianten existieren.


    Perses - Oberkörper:

    Bei frühen Varianten befindet sich der Abriss direkt an der Gussnaht am Hinterkopf oder auf der Stirn.

    Frühe Oberkörper sind in den Farben grün, rot, blau, weiß und schwarz bekannt.

    Die grünen Oberkörper sind extrem selten. Frühe Oberkörper in rot, blau, weiß und schwarz sind etwas eher zu finden.

    Sie sind aber dennoch sehr selten.

    Bericht Perses Bild 1.JPG

    Bei späteren Varianten befindet sich der Abriss weitab von der Gussnaht.

    Der Abriss kann sich auf dem Brustkorb oder am Rücken befinden. Spätere Oberkörper sind nur in den Farben rot und blau bekannt.

    Sowohl rote als auch blaue Oberkörper der späteren Ausgabe sind sehr häufig zu finden.

    Bericht Perses Bild 2.JPG




    Perses - Unterkörper:

    Bei frühen Varianten befindet sich der Abriss am Unterkörper direkt an der Gussnaht.

    Frühe Unterkörper sind in den Farben grün, rot, blau, weiß und schwarz bekannt.

    Die grünen Unterkörper sind extrem selten. Frühe Unterkörper in rot, blau, weiß und schwarz sind etwas eher zu finden.

    Sie sind aber dennoch sehr selten.

    Bericht Perses Bild 3.JPG

    Bei späteren Varianten befindet sich der Abriss weitab von der Gussnaht.

    Er kann sich an der "Ecke" oder mehr mittig unter dem Körper befinden.

    Spätere Unterkörper sind nur in den Farben rot und blau bekannt.

    Sowohl rote als auch blaue Unterkörper der späteren Ausgabe sind sehr häufig zu finden.

    Bericht Perses Bild 4.JPG



    Perses - Arme:

    Von den Armen ist eine frühe Variante bekannt, bei der der Abriss an der "Gabel" liegt.

    Diese frühen Arme sind bisher nur an Figuren gefunden worden, die einen grünen Ober- oder Unterkörper hatten.

    Oder alternativ an Figuren, die grüne Arme und Beine hatten.

    Es handelt sich hierbei wahrscheinlich um die ersten Ausgaben, die nur auf Testmärkten verkauft wurden.

    Frühe Arme sind bisher nur in den Farben grün und rot bekannt.

    Unabhängig von der Farbe sind frühe Arme immer extrem selten.


    Spätere Arme haben einen Abriss, der sich seitlich am Arm befindet.

    Spätere Arme sind in den Farben rot, blau, weiß und schwarz bekannt.

    Weiße und schwarze Arme sind sehr selten zu finden. Rote und blaue Arme sind hingegen sehr häufig.

    Bericht Perses Bild 5.JPGBericht Perses Bild 6.JPG



    Perses - Beine:

    Von den Beinen ist eine frühe Variante bekannt, die größere Fußsohlen hat.

    Der Abriss liegt direkt am Sohlenrand.

    Diese frühen Beine sind bisher nur an Figuren gefunden worden, die einen grünen Ober- oder Unterkörper hatten.

    Oder alternativ an Figuren, die grüne Arme und Beine hatten.

    Es handelt sich hierbei wahrscheinlich um die ersten Ausgaben, die nur auf Testmärkten verkauft wurden.

    Die frühen Beine sind bisher nur in den Farben rot und grün bekannt. Unabhängig von der Farbe sind frühe Beine immer extrem selten.


    Spätere Beine haben kleinere Fußsohlen und der Abriss liegt seitlich am Bein.

    Spätere Beine sind in den Farben rot, blau, weiß und schwarz bekannt.

    Weiße und schwarze Beine sind sehr selten zu finden. Rote und blaue Beine sind hingegen sehr häufig.

    Bericht Perses Bild 7.JPGBericht Perses Bild 8.JPGBericht Perses Bild 9.JPG



    weiter geht es unten ....

    Je mehr ich über das Ü-Ei weiß, desto mehr weiß ich, dass ich nichts weiß.?(

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  • ... Fortsetzung


    Im Ü-Ei wurden über die Jahre hinweg verschiedene Perses-Kombinationen der oben beschriebenen Formvarianten verwendet.

    Diese möchte ich nun genauer vorstellen.


    Perses-Kombination 1: alle Teile sind aus der frühen Gussform

    Die früheste Kombination dürften Figuren sein, bei denen alle Körperteile aus der frühen Gussform stammen.

    Die wenigen Stücke, die ich davon bisher gesehen habe, hatten immer die grüne Farbe mit dabei.

    Wahrscheinlich findet man die Arme und Beine der frühen Form auch nur an Androiden mit grünen Körperteilen.


    Ich kann hier einen Fund zeigen, der noch in seiner originalen Zusammenstellung vorliegen dürfte,

    da er direkt vom Erstbesitzer (der das Ei geöffnet hat) stammt.

    Zudem stammt die Figur aus Berlin. Berlin war in den 70er Jahren ein wichtiger Testmarkt für Ferrero.

    Dort kamen oft Prototypen in die Ü-Eier, die nach erfolgreicher Testphase noch einmal verändert wurden,

    bevor sie dann in ganz Deutschland in die Ü-Eier kamen.

    Bericht Perses Bild 10.JPG

    Kombination 1 - Androiden sind extrem selten. Es handelt sich bei diesen Stücken vermutlich um Prototypen aus der Testphase.

    Bisher sind mir bei diesen Stücken nur die Farben rot und grün bekannt.




    Perses-Kombination 2: Ober- und Unterkörper frühe Form, Arme und Beine späte Form

    Diese Kombination gehört auch noch zu den frühen Ausgaben.

    Die Farben rot, blau, weiß und schwarz können beliebig kombiniert sein an einer Figur.

    Allerdings haben die Arme und Beine immer dieselbe Farbe.

    Daher können einfarbige, zweifarbige und dreifarbige Figuren vorkommen.

    Zwei- und dreifarbige Stücke sind sicher als originale Farbkombination aus dem Ü-Ei belegt.

    Einfarbige Stücke wie komplett weiße oder schwarze Stücke sind eher selten anzutreffen.

    Ich bin auch nicht ganz sicher, ob sie wirklich so im Ü-Ei ausgeliefert wurden oder nachträglich so kombiniert wurden.


    Es scheint so zu sein, dass bei Kombination 2 immer die Farben weiß und schwarz mitvertreten sind.

    Theoretisch könnte hier auch eine Figur nur aus rot und blau kombiniert sein.

    Das habe ich aber bisher nicht im Original so vorgefunden.

    Theoretisch könnte man hier auch einen grünen Körper an einer Figur vorfinden.

    Das hat es aber wahrscheinlich auch nicht gegeben.

    An so einer Figur sind dann höchstwahrscheinlich die frühen Arme und Beine abhanden gekommen.


    Die roten und blauen Körper der frühen Form sind mindestens genauso selten wie die schwarzen und weißen Körper der ersten Form.

    Schwarze und weiße Arme und Beine sind insgesamt seltener als die schwarzen und weißen Körper.

    Hier ein Bild von verschiedenen Perses in der Kombination 2.

    Bericht Perses Bild 12.jpg





    Perses-Kombination 3: früher Oberkörper, später Unterkörper, Arme und Beine späte Form

    Diese Kombination habe ich im Laufe der Jahre mehrmals gefunden.

    Dabei ist der Oberkörper der frühen Form kombiniert mit einem Unterkörper der späten Form.

    Die Kombination anders herum (später Oberkörper, früher Unterkörper) habe ich nie gefunden.


    Die Kombination 3 könnte nachträglich gebastelt sein.

    Ober- und Unterkörper stecken jedoch ziemlich fest zusammen und es gibt auch keinen besonderen Grund zum Basteln.

    Daher könnten diese Varianten tatsächlich so im Ü-Ei ausgeliefert worden sein.

    Vereinzelte Funde sprechen auch eher dafür als dagegen.

    Vom Perses kann ich eine Figur zeigen, bei der eine weißer Oberkörper früher Form mit einem blauen Unterkörper später Form kombiniert ist.

    Ansonsten gilt für diese Variante, dass was ich schon zur Kombination 2 geschrieben habe.

    Bericht Perses Bild 13.jpg





    Perses-Kombination 4: alle Teile sind aus der späten Gussform

    Diese Kombination findet man überaus häufig.

    Es sind nur rote und blaue Teile bekannt, die theoretisch beliebig kombiniert werden können.

    Sicher nachgewiesen als echte Ü-Ei-Kombinationen sind jedoch nur zweifarbige Stücke mit blauem Körper und roten Armen und Beinen.

    Und umgekehrt, mit einem roten Körper sowie blauen Armen und Beinen.

    Im Bild habe ich aber auch weitere mögliche Kombinationen mit abgebildet.

    Bericht Perses Bild 14.jpg




    ... weiter geht es nun mit Owana


    Die Varianten von Owana:

    Lediglich der Oberkörper von Owana unterscheidet sich vom Perses.

    Insofern gelten alle oben gemachten Bemerkungen sinngemäß auch für den Owana.

    Der Oberkörper von Owana hat einen Helm als Kopfbedeckung, der auch abnehmbar ist.


    Folgende Formvarianten sind bekannt.


    Owana-Oberkörper:

    Bei frühen Varianten befindet sich der Abriss oben am Kopf direkt an der Gussnaht.

    Frühe Oberkörper sind in den Farben rot, blau, weiß und schwarz bekannt.

    Ob es auch wie vom Perses eine grüne Variante gibt, ist mir unbekannt.

    Bisher habe ich keinen Owana mit grünen Teilen oder noch besser grünem Oberteil gesehen.

    Die frühen Oberkörper (alle Farben) vom Owana sind allgemein sehr selten.

    Bericht Owana Bild 1.jpg

    Bei späteren Varianten befindet sich der Abriss weitab von der Gussnaht.

    Der Abriss kann sich auf dem Brustkorb oder am Rücken befinden.

    Spätere Oberkörper sind nur in den Farben rot und blau bekannt.

    Sowohl rote als auch blaue Oberkörper der späteren Ausgabe sind sehr häufig zu finden.

    Bericht Owana Bild 2.jpg




    Owana-Unterkörper, Arme und Beine:

    Siehe dazu die Bemerkungen bei Perses.

    Die Anmerkungen gelten sinngemäß auch für den Owana.

    Einzige Ausnahme ist, dass vom Owana bisher keine grünen Unterkörper, Arme oder Beine bekannt sind.




    Auch vom Owana wurden im Ü-Ei über die Jahre hinweg verschiedene Kombinationen der oben beschriebenen Formvarianten verwendet.

    Diese möchte ich nun genauer vorstellen.


    Owana-Kombination 1: alle Teile sind aus der frühen Gussform

    Diese Kombination ist für den Owana bisher nicht nachgewiesen.

    Insbesondere ist noch kein grünes Oberteil vom Owana bekannt,

    was der ultimative Beweis für die Existenz einer grünen Variante wäre.



    Owana-Kombination 2: Ober- und Unterkörper frühe Form, Arme und Beine späte Form

    Siehe dazu die Angaben zum Perses, die auch für den Owana sinngemäß gelten.

    Hier ein Bild von verschiedenen Owanas in der Kombination 2.

    Bericht Owana Bild 3.jpg




    Owana-Kombination 3: früher Oberkörper, später Unterkörper, Arme und Beine späte Form

    Siehe dazu die Angaben zum Perses, die auch für den Owana sinngemäß gelten.

    Hier ein Bild von verschiedenen Owanas in der Kombination 3.

    Bericht Owana Bild 4.jpg





    Owana-Kombination 4: alle Teile sind aus der späten Gussform

    Siehe dazu die Angaben zum Perses, die auch für den Owana sinngemäß gelten.

    Im Bild habe ich auch hier weitere mögliche Kombinationen mit abgebildet.

    Bericht Owana Bild 5.jpg




    Zum Schluss möchte ich noch eine weitere seltene Owana-Variante vorstellen.

    Über die Herkunft dieser Variante weiß ich leider nicht viel.

    Es könnte sich um eine Neuauflage aus den frühen 80er Jahren von Maraja handeln.

    Eine Ü-Ei-Herkunft ist bisher nicht belegt.


    Die Figuren sind komplett aus Plastik.

    Das heißt auch die Teile, die vorher aus Metall waren, sind hier aus Plastik gefertigt.

    Beim Gestalten der Gussform für diese Figuren hat man sich eng an die originalen Vorbilder aus dem Ü-Ei gehalten.

    Diese Owanas sind sehr selten zu finden.

    Bericht Owana Bild 6 Neuauflagen.JPG



    .... weiter geht es unten mit Epsylon

  • ... Fortsetzung

    Die Weltraum-Androiden Epsylon, Perses und Owana (Teil 2)



    Die Varianten von Epsylon:


    Vom Epsylon existieren 4 verschiedene Kopfformen und 2 unterschiedliche Körper.

    Die Arme und Beine aus Metall gibt es nur in einer Ausformung.


    Wie schon beim Perses und Owana wurden auch die Gussformen vom Epsylon im Laufe der Produktion leicht überarbeitet.

    Allerdings fällt die Unterscheidung hier deutlich schwerer, weil nur der Abriss eine etwas andere Ausformung hat.

    Ich möchte dennoch darauf eingehen, weil dieser Unterschied es möglich macht, ältere und neuere Auflagen zu unterscheiden.


    Die älteren Varianten haben eine relativ langen Abriss, die späteren Varianten haben einen deutlich kürzeren Abriss,

    der manchmal nur punktförmig erscheint. Dies betrifft sowohl den Kopf als auch den Körper.

    Dazu zwei Bilder.

    Bericht Epsylon Bild 1.JPGBericht Epsylon Bild 2.JPG



    Epsylon-Köpfe:

    Es existieren vier verschiedene Köpfe.

    Dazu ein Bild:

    Bericht Epsylon Bild 3.JPG
    Frühe Köpfe mit langem Abriss sind in grün, rot, metallic-rot, metallic-grün, metallic-blau,

    metallic-silber und metallic-gold bekannt. Blau ist bisher nicht nachgewiesen.

    Die frühen Köpfe sind deutlich seltener als die späten Köpfe.


    Späte Köpfe mit kurzem Abriss sind nur in grün, rot und blau bekannt.

    Die späten Köpfe sind relativ häufig.


    Epsylon-Körper:

    Es existieren zwei verschiedene Körper.

    Dazu zwei Bilder:

    Bericht Epsylon Bild 4.JPGBericht Epsylon Bild 5.JPG

    Frühe Körper mit langem Abriss sind in grün, rot, metallic-rot, metallic-grün, metallic-blau,

    metallic-silber und metallic-gold bekannt. Blau ist bisher nicht nachgewiesen.

    Die frühen Körper sind deutlich seltener als die späten Körper.


    Späte Körper mit kurzem Abriss sind nur in grün, rot und blau bekannt.

    Die späten Körper sind relativ häufig.



    Im Ü-Ei wurden über die Jahre hinweg verschiedene Kombinationen der oben beschriebenen Formvarianten verwendet.

    Diese möchte ich nun genauer vorstellen.



    Epsylon-Kombination 1: alle Teile sind aus der frühen Gussform

    Diese Kombination ist in aller Regel zweifarbig, wobei mindestens ein Teil (Körper oder Kopf) metallicfarben ist.

    Es kommen aber auch komplett metallicfarbene Varianten vor.

    Die einzelne Metallicfarbe kann sehr stark variieren, so dass man z.B. recht unterschiedliche metallic-blau-Töne finden kann.

    Das Rot aus der frühen Gussform ist in aller Regel ein relativ helles Rot.

    In der Kombination 1 findet man alle bekannten Farben außer Blau. Das Blau ist bisher nicht nachgewiesen.

    Bericht Epsylon Bild 6 Kombi 1.jpg


    Bericht Epsylon Bild 7 Kombi 1.jpg




    Epsylon-Kombination 2: frühe und späte Gussform gemischt

    Bei dieser Kombination ist der Kopf aus der frühen Gussform (langer Abriss)

    und der Körper aus der späten Gussform (kurzer Abriss) - oder umgekehrt!

    Auch hier ist immer ein metallic-farbenes Teil (Körper oder Kopf) dabei.

    Aber es ist auch immer ein normal-farbenes Teil aus der späten Gussform dabei.

    Daher gibt es hier keine komplett metallicfarbenen Stücke. Die Kombination 2 ist mehrfach belegt

    und war ganz sicher auch so im Ü-Ei zu finden. In der Kombination 2 findet man alle bekannten Farben.

    Bericht Epsylon Bild 8 Kombi 2.jpg



    Epsylon-Kombination 3: alle Teile sind aus der späten Gussform

    Bei dieser Kombination haben Kopf und Körper einen kurzen Abriss.

    Diese Stücke sind erheblich häufiger zu finden, als die Stücke aus Kombination 1 und 2.

    Hier gibt es die drei Farben rot, blau und grün. Metallicfarben gibt es in der Kombination 3 nicht.

    Die Farben können z.T. recht unterschiedlich ausfallen, so dass es z.B. hellblaue und dunkelblaue Stücke gibt.

    Bericht Epsylon Bild 9 Kombi 3.jpg


    Bericht Epsylon Bild 10 Kombi 3.jpg



    ... weiter geht es unten


  • ... Fortsetzung



    der orange-gelbe Epsylon:

    Man findet zuweilen auch orange-gelbe Körper vom Epsylon.

    Meiner Meinung nach handelt es sich dabei nicht um eine seltene Farbvariante, sondern um eine ehemals metallicfarbene Figur.

    Die Metallicfarbe ist abgeblättert oder wurde bewusst entfernt.

    Theoretisch könnte es natürlich auch sein, dass es vergessen wurde die Metallicfarbe aufzubringen und sozusagen ein Rohling im Ü-Ei gelandet ist.

    Dazu ein Bild von solchen Stücken. Bei den beiden Figuren in der Mitte und rechts konnte ich noch Reste von Metallicfarbe finden.

    Die Figur links im Bild ist eine stark bespielte metallicfarbene Variante bei der die Grundfarbe schon deutlich durchkommt.

    Bericht Epsylon Bild 11.JPG





    Zum Schluss möchte ich noch einige Plagiate vom Epsylon vorstellen.

    Die Plagiate sind komplett aus Plastik und sehr einfach gemacht.

    Sie stammen aus den 80er Jahren und wurden wahrscheinlich von der Firma "Silbe Singapore" hergestellt.

    Das ist nicht ganz sicher, aber die mäßige Qualität der Figuren würde für diesen Hersteller sprechen.


    Bei den Plagiaten wurde nur die Kopfform 4 der Ü-Ei-Figur kopiert.

    Und dennoch sind 4 verschiedene Plagiat-Köpfe bekannt, da die Mundformen

    der einzelnen Köpfe variieren (halbrund, kreisrund, dreieckig und viereckig).

    Bericht Epsylon Bild 12.JPG



    Es existieren auch vier verschiedene Körper bei den Plagiaten.

    Hier wurde der Körper 1 der Ü-Ei-Figur kopiert und mit verschiedenen Mustern verziert (siehe Bilder).

    Bericht Epsylon Bild 13.JPG


    Bericht Epsylon Bild 14.JPG


    Die Plagiate existieren in zahlreichen Farben, von denen ich hier einige zeigen kann.

    Bericht Epsylon Bild 15.JPG



    Soweit mein Wissen zu diesen variantenreichen Stücken.

    Ich wünsche weiterhin viel Freude beim Sammeln und mit der Wunderwelt des Ü-Ei´s.


    Viele Grüße von

    Boris

  • Hallo Boris,


    da schließe ich mich Micha an.

    Mal wieder superschön, informativ und sehr interessant.

    Du schreibst da nicht nur sehr viel Wissen auf, sondern auch mit großer Leidenschaft zu diesem Thema.

    ( wie auch deine anderen Berichte )

    Ein großes Dankeschön dafür Boris.


    Ich finde diese Figuren bisher sehr, sehr selten bis gar nicht, hier bei uns auf den Flohmärkten.

    Werde diese Saison besonders danach Ausschau halten. :thumbsup:


    Gruß Manuel

  • Hallo,

    vielen Dank für das Lob. :-)


    Ich habe mal nachgeschaut.

    Die erste Version dieses Berichts habe ich vor 5 Jahren verfasst (aber nicht veröffentlicht). Damals wusste ich aber noch nicht so viel darüber

    und es gab viele offene Fragen. Es war damals gleich klar, dass es noch viel zu früh für eine Veröffentlichung ist.

    Und seitdem habe ich gezielt nach Antworten gesucht und weitere Stücke zusammengetragen.

    Den Bericht habe ich im Laufe der Jahre mehrmals umgeschrieben.


    Und jetzt habe ich ihn final noch einmal völlig neu gestaltet, um alle aktuelle Erkenntnisse einfließen lassen zu können.

    Ich hatte kürzlich etliche Perses-Figuren von Marco Schwerdt vorliegen, so dass ich da noch einmal wichtige Informationen

    sammeln konnte und meine bisherigen Erkenntnisse überprüfen konnte. Jetzt ist die Sache rund. :-)


    Generell kann man sagen, dass es bei den alten Ü-Ei-Inhalten bis 1990 wirklich noch sehr vieles zu entdecken gibt,

    was man erst auf den zweiten Blick sieht.

    Ich habe noch einige angefangene Berichte in der Schublade. ;-)


    Viele Grüße von

    Boris

  • Hallo Boris,

    zuerst mal Danke für die viel Arbeit der passenden Fotos.

    Ist bewunderswert wie viele Du davon zusammen getragen hast, sonst wäre sowas unmöglich.

    Besonders für die "nicht Üeier" Fotos, damit kann man mal sehen, was alles gefälscht wird.

    LG

    Werner

  • @Jo

    Ich kann mich an insgesamt 5 Stück erinnern, die ich vom Flohmarkt habe.

    Insbesondere kann ich mch an meine ersten beiden Perses-Figuren erinnern. Ich hatte damals (1997)

    einen O-Ei-A Katalog von meiner Schwiegermutter geschenkt bekommen. Sie meinte, dass der Katalog ja was

    für mich sein müsste. Schließlich würde ich ja alte Spielzeuge sammeln. Bis dahin hatte ich mich eigentlich nicht für

    alte Ü-Ei-Inhalte interessiert. Aber bei der Lektüre kamen schon viele schöne Erinnerungen hoch. So richtig angefixt

    wurde ich dann am folgenden Wochenende auf einem Flohmarkt. Da lagen 2 Perses in einem kleinen Schälchen,

    die ich für zusammen 1 DM bekommen habe. Aufgrund des Kataloges habe ich sie auch gleich erkannt. :-)

    Die beiden Perses waren mein erster toller Ü-Ei-Fund auf einem Flohmarkt. Das vergisst man nicht.


    @Werner

    Ich muss zu diesem Satz von Dir etwas sagen.

    "Besonders für die "nicht Üeier" Fotos, damit kann man mal sehen, was alles gefälscht wird.!"


    Das ist so nicht richtig. Ich nehme an, dass Du dich dabei auf die Nicht-Ü-Ei-Auflagen von Owana und Perses beziehst.

    Diese Auflagen sind in den 80er Jahren erschienen. Also zu einer Zeit, als die Ü-Ei-Inhalte kaum gesammelt wurden und

    kaum etwas wert waren. Diese Stücke sind also nicht zum Schaden von Ü-Ei-Sammlern produziert worden. Sie sind ja

    auch leicht von den Ü-Ei-Ausgaben unterscheidbar. Es sind also keine Fälschungen im eigentlichen Sinne.


    Möglicherweise handelt es sich sogar um ganz legale Neuauflagen. Diese Stücke sollte man nicht als Fälschungen bezeichnen.

    Sie gehören aus meiner Sicht auch durchaus in eine gute Sammlung mit rein. Insbesondere die Owana-Neuauflagen sind sehr

    selten und man musste bisher dafür wesentlich mehr bezahlen als für die normalen Owanas (Kombination 4).


    Das Problem wäre dann auch, dass man auch manche Ü-Ei-Inhalte als Fälschungen deklarieren müsste. Ein berühmtes

    Beispiel sind die Wikíng-Kopien aus dem Ü-Ei. Das sind eigentlich verkleinerte gefälschte Wikingmodelle, die die Firma Cosmo

    produziert hat und die dann im Ü-Ei gelandet sind.

    Wenn also Ferrero sozusagen Wiking kopiert hat, darf man Maraja oder Silbe Singapore nicht vorwerfen, dass sie Ferrero kopiert haben.

    Damals war es mit dem Copyright-Schutz noch nicht so weit her und es wurde allgemein viel kopiert. Aber das sind alles keine

    Fälschungen, wie es sie dann ab den 90er Jahren gab.


    Ich würde den Satz so formulieren:

    "Besonders für die "nicht Üeier" Fotos, damit kann man mal sehen, was es noch so Schönes gibt.!" ;-)


    Viele Grüße von

    Boris

  • Lieber Boris,


    danke fürs teilen Deiner Erkenntnisse und die Arbeit, die damit zusammenhängt!


    Ich habe eine Frage/Ergänzung zu Deinem Bericht.

    Die von Dir gezeigten Plagiate sind mir bekannt und sie sind eher "unsauber" verarbeitet. Ich habe jedoch noch einen Epsylon, den ich vor Jahren in einem EU Konvolut hatte (ich meine wir hatten schon einmal darüber gesprochen, spielt aber auch keine Rolle).


    Er ist wie die anderen Plagiate komplett aus Plastik, jedoch wesentlich besser verarbeitet und kommt somit dem "Original" näher. Deutlich sieht man dies an der Steckverbindung der Beine. Weißt Du etwas zum Ursprung dieser Figur? Bis heute habe ich diese Variante kein 2. Mal gesehen.


    Achtung, der Kopf ist von einem Ü-Ei Epsylon, da der Gute kopflos war. Er passt auch farblich nicht so 100 %ig zum Körper.


    IMAG0991.jpg

    IMAG0992.jpg


    Viele Grüße

    Nathalie

    The real art of conversation is not only to say the right thing in the right place, but, far more difficult still, to leave unsaid the wrong thing at the tempting moment. (Dorothy Nevill)

  • Hallo Nathalie,


    klar erinnere ich mich daran. Der Kopf Deines Epsylon ist aber nicht aus dem Ü-Ei. Das ist auch ein Plagiat-Kopf.


    Auf meinem Bild müsste auch ein Exemplar zu sehen sein. Untere Reihe, die 4. Figur von rechts hat auch diese kleineren Steckpins an den Beinen.


    Woher diese Stücke kommen weiß ich auch nicht genau. Allerdings vermute ich eine erste und zweite Auflage vom selben Hersteller.

    Die 1. Auflage mit kleinen Steckpins und etwas besser gearbeitet. Die 2. Auflage dann mit dicken Steckpins (halten die Beine besser dran),

    aber etwas schlechter gearbeitet (Guss-Form schon etwas defekt?).


    Viele Grüße von

    Boris

  • Danke Boris für Deine Einschätzung.


    Und ja, Du hast Recht es ist gar kein Ü-Ei Kopf...bin immer davon ausgegangen, weiß aber ehrlich gesagt auch gar nicht mehr woher der Kopf war, nur das er nicht zur Figur gehört. Trotz Deiner schönen Übersicht der Plagiatsköpfe habe ich meinen gar nicht richtig angeschaut, vermutlich weil es der einzige Kopf in dieser Form ist (habe sonst nur die anderen 3 Köpfe auf meinen Epsylons)- dummer faux pas.. :saint:


    Du meinst Dein 3farbiger Kandidat müsste die gleiche Machart sein? Bei meinem dachte ich sogar eine Weile, er könnte im dunkeln leuchten, der Licht/Dunkelheit Test hat aber das Gegenteil bewiesen.

    Auf jeden Fall ist er nicht so anfällig für Arm- und Beinbrüche wie seine Verwandten mit Metallgliedern und ist dennoch ein schönes Objekt, gerade weil er so gut verarbeitet ist.


    Liebe Grüße

    Nathalie

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